29.11.21
Gleichgewichtsstörung - was tun?

Eine Gleichgewichtsstörung ist nicht eine Krankheit an sich, sondern vielmehr ein Symptom verschiedener Erkrankungen. Häufig sind es Stoffwechsel- oder Nervenerkrankungen, die zu Schwindelanfällen führen. Jedoch kann auch ein Mangel an bestimmten Nährstoffen für die Gleichgewichtsstörung verantwortlich sein. In vielen Fällen kann man durch die Einnahme wichtiger Mikronährstoffe den Gleichgewichtssinn stärken und Schwindelanfällen vorbeugen. Wenn die Symptome jedoch nicht verschwinden, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.
In der Regel werden Schwindelanfälle behandelt, indem man der Ursache auf den Grund geht. Da die Ursachen mannigfaltig sein können, gibt es auch keinen einheitlichen Behandlungsansatz. Neben gewöhnlichen Arzneimitteln, die vom Arzt verschrieben werden, kann man auch ein Gleichgewichtstraining absolvieren. Gezielte Übungen stärken die vestibuläre Wahrnehmung und sorgen somit dafür, dass sich bei Bewegungen wieder ein Gefühl der Sicherheit einstellt.
Wodurch entstehen Gleichgewichtsstörungen?
Gelegentliche Schwindelattacken sind in der Regel harmlos und können durch Hunger, heißes Wetter oder Müdigkeit ausgelöst werden. Wer jedoch regelmäßig unter Schwindel leidet, sollte sich untersuchen lassen. Schließlich kann eine Gleichgewichtsstörung ein Symptom für eine Vielzahl von Krankheiten sein. Auch ein Nährstoffmangel kann zu Schwindelattacken führen. Wenn bestimmte Vitamine oder Mineralstoffe im Körper fehlen, wird die vestibuläre Wahrnehmung beeinträchtigt.
Zu den häufigsten Gründen, die Schwindelattacken hervorrufen, gehören folgende Erkrankungen:
- Bluthochdruck
- Niedriger Blutdruck
- Herzkrankheiten
- Anämie
- Nervenerkrankungen
- Diabetes
Um diese Krankheiten als Ursache für die Schwindelanfälle auszuschließen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Selbst wenn eine dieser Erkrankungen als Ursache der Schwindelattacken identifiziert wird, bedeutet dies nicht, dass kein Nährstoffmangel vorliegt. Steckt hinter den Schwindelanfällen jedoch lediglich ein Nährstoffmangel, kann dieser schnell behoben werden, indem man die Zufuhr des Nährstoffes erhöht.
Welche Nährstoff fehlen bei Schwindelanfällen?
Im Laufe der Jahre habe sich einige Nährstoffe im Kampf gegen Gleichgewichtsstörungen besonders bewährt. Dazu zählen unter anderem:
- Vitamin D
- Ginkgo-Extrakt
- Magnesium
- Vitamin B12
- Eisen
- Panax Ginseng
- Vitamin E / Selen
Wie helfen Mikronährstoffe bei Schwindelanfällen?
Bestimmte Mikronährstoffe helfen bei der Erkrankung, die für die Schwindelanfälle verantwortlich sind. Andere wiederum sorgen für eine bessere Durchblutung. Oftmals ist ein Mangel an B-Komplex-Vitaminen für eine gestörte vestibuläre Wahrnehmung verantwortlich. In vielen Studien wurde gezeigt, dass Vitamin D einen beträchtlichen Einfluss auf den Gleichgewichtssinn hat. Allerdings muss man bedenken, dass die Anforderungen von Patient zu Patient unterschiedlich sind. Daher ist es nicht immer der Fall, dass ein bestimmtes Präparat weiterhilft.
Wie hilft Vitamin D bei Gleichgewichtsstörungen?
Vitamin D kann bei einem sogenannten Lagerungsschwindel behilflich sein. Ein Lagerungsschwindel entsteht dadurch, dass winzige Ohrsteinchen in das Gleichgewichtsorgan rutschen. Bewegt man den Kopf, kann es zu falschen Reizen und letztendlich zu Schwindelanfällen kommen, die jedoch nur wenige Sekunden dauern. Vitamin D wirkt der Ablagerung von Ohrsteinen entgegen. Der Zusammenhang zwischen Ohrsteinen, Schwindelanfällen und Vitamin D wurde in zahlreichen Studien bewiesen. Daher lohnt es sich, auf eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr zu achten und bei Bedarf ein Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen:
Ginkgo biloba und die vestibuläre Wahrnehmung
Der Ginkgo-Baum stammt ursprünglich aus China. Der Ginkgo-Extrakt aus den Blättern des Baumes wird bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt. Dazu gehören auch Gleichgewichtsstörungen und Tinnitus. Dies hängt womöglich damit zusammen, dass Ginkgo den Blutfluss in Gehirn und Innenohr verbessert. Außerdem wurde auch nachgewiesen, dass Ginkgo-Extrakt die Nervenzellen vor oxidativen Schäden schützt und den Energiestoffwechsel fördert. Bei Schwindelanfällen wird eine Tagesdosis von 160 bis 240 Milligramm empfohlen. Am besten ist es, wenn man das Präparat zu den Mahlzeiten einnimmt:
Häufige Ursache für Schwindel: Mangel an Vitamin B12
Viele Menschen sind von einem Vitamin-B12-Mangel betroffen. Das ist nicht nur unter Veganern und Vegetariern der Fall, sondern betrifft auch Omnivoren. Unser Körper braucht Vitamin B12, um Blut herzustellen, die Nerven zu schützen und den Energiestoffwechsel zu steuern. Ein Mangel an Vitamin B12 kann zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, einem Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Armen und Beinen sowie zu Schwindelanfällen führen. Zwar kann der Körper Vitamin B12 speichern, doch dies nur für einige Jahre. Ist der Speicher aufgebraucht, kommt es zu Mangelerscheinungen. Omnivoren können ganz einfach ihre Vitaminspeicher auffüllen, indem sie mehr Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte essen. Veganer sollten zu Lebensmitteln greifen, die mit Vitamin B12 angereichert sind.
In der Regel wird die Einnahme eines Präparats mit mehreren B-Vitaminen empfohlen. Dies hängt damit zusammen, dass die Vitamine der B-Gruppe eng miteinander arbeiten. Besonders Vitamin B6 und B12 können zusammen mit Folsäure eingesetzt werden, um Schwindelanfällen vorzubeugen. Am besten ist es, wenn man ein Präparat mit Vitaminen der B-Gruppe zu den Mahlzeiten einnimmt, da sie ansonsten zu sehr auf den Magen schlagen können:
Eisen bei einer anämiebedingten Gleichgewichtsstörung
Schwindelanfälle kommen oft bei einem Eisenmangel vor. Im Körper hat Eisen die Aufgabe, Sauerstoff im Blut zu transportieren und über den ganzen Körper zu verteilen. Herrscht jedoch Eisenmangel, wird diese Aufgabe nicht erfüllt und es kann Blutarmut eintreten. Ist tatsächlich ein Eisenmangel die Ursache für häufig auftretende Schwindelanfälle, lässt sich dies mit einem passenden Eisenpräparat beheben. Wie stark die Dosierung sein soll, hängt vom Eisenmangel selbst ab. Auf jeden Fall sollte man die Einnahme eines Eisenpräparates mit einem Arzt absprechen, da Eisen langfristig überdosiert werden kann:
Eisen (Eisen-(II)-bisglycinat)
Magnesium bei Schwindelanfällen und Bluthochdruck
Gleichgewichtsstörungen und Schwindelanfälle können auch durch Bluthochdruck hervorgerufen werden. In solchen Fällen kann Magnesium behilflich sein, da der Wirkstoff den systolischen und diastolischen Blutdruck leicht senken kann. In puncto Studien ist sich die Wissenschaft immer noch nicht darüber einig, wie genau Magnesium bei Schwindelanfällen wirkt. Die Einnahme ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Dabei sollten Patienten, die an einer Nierenerkrankung leiden, auf Magnesium verzichten:
Panax Ginseng bei einer Gleichgewichtsstörung
Panax Ginseng ist eine uralte Heilpflanze, die in China, Korea und Südostsibirien heimisch ist. Die in der Ginsengwurzel enthaltenen Ginsenoside sollen die natürliche Widerstandskraft gegen Stress erhöhen. Da Stress ein häufiger Auslöser von Gleichgewichtsstörungen ist, kann Panax Ginseng in diesem Fall behilflich sein:
Amerikanischer Ginseng-Extrakt
Vitamin E / Selen gegen Nervenschäden
Sowohl Vitamin E als auch Selen übernehmen wichtige antioxidative Funktionen im Körper. Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann zu Tremor und Nervenschäden führen, wodurch der Gleichgewichtssinn beeinträchtigt wird. Die Einnahme von Vitamin E und Selen kann auf Dauer die vestibuläre Wahrnehmung stärken: